Allgemeine Geschäftsbedingungen für Organisationen
für die Buchung von Plätzen durch Unternehmen und Bildungsträger · Stand: Juni 2026
Diese Bedingungen gelten für Organisationen (Unternehmen, Bildungsträger, sonstige Einrichtungen), die Plätze buchen, um ihren Mitarbeitenden oder Teilnehmenden den Dienst bereitzustellen. Für die persönliche Nutzung durch einzelne Bewerberinnen und Bewerber gelten die allgemeinen AGB.
§ 1 Geltungsbereich, Anbieter, Unternehmereigenschaft
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „B2B-AGB") gelten für Verträge über die Bereitstellung der Plattform „Bewerbungsassistent" (nachfolgend „Dienst") an Organisationen, die Plätze für die Nutzung durch von ihnen benannte Personen buchen (nachfolgend „Kunde").
(2) Anbieter ist andi24.de Einzelunternehmen, Inhaber Andreas Oberfeld, Innstr. 36a, 83022 Rosenheim (nachfolgend „Anbieter"). Kontakt: info@andi24.de, Telefon 08031 2242333.
(3) Diese B2B-AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Der Kunde sichert zu, in dieser Eigenschaft und nicht als Verbraucher zu handeln.
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Leistungsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden eine bestimmte Anzahl von Plätzen („Sitze") bereit. Je Platz kann der Kunde eine Person (Mitarbeitende/r oder Teilnehmende/r, nachfolgend „Nutzer") per E-Mail einladen. Eingeladene Nutzer erhalten ein eigenes, persönliches Konto und nutzen den vollen Funktionsumfang des Dienstes (eigene Bewerbungs-Website, KI-gestützte Anschreiben, PDF-Bewerbungsmappe) ohne gesonderte Zahlung.
(2) Der Kunde erhält einen Verwaltungszugang, über den er Nutzer einladen, den Bearbeitungs- fortschritt einsehen und Plätze wieder freigeben kann.
(3) Inhalte der Nutzer bleiben privat. Der Verwaltungszugang des Kunden zeigt ausschließlich Fortschritts-Metadaten (z. B. ob ein Nutzer sein Konto aktiviert und seine Seite veröffentlicht hat, Anzahl erstellter Bewerbungen, letzte Aktivität). Die persönlichen Inhalte der Nutzer — insbesondere Lebenslauf, Foto und Anschreiben — sind für den Kunden nicht einsehbar.
(4) Umfang und Ausgestaltung der Funktionen ergeben sich aus dem jeweils aktuellen Stand des Dienstes. Ein bestimmter Erfolg — insbesondere der Vermittlungs- oder Bewerbungserfolg der Nutzer — wird ausdrücklich nicht geschuldet und nicht zugesichert.
§ 3 Vertragsschluss, Plätze, Aufstockung
(1) Der Kunde legt im Dienst eine Organisation an, wählt die gewünschte Platzzahl und schließt den Vertrag durch Betätigen der als zahlungspflichtig gekennzeichneten Schaltfläche ab. Der Vertrag kommt mit Bestätigung der Zahlung durch den Zahlungsdienstleister zustande.
(2) Die Platzzahl kann der Kunde jederzeit erhöhen; zusätzliche Plätze werden zeitanteilig berechnet. Eine Reduzierung der Platzzahl wird zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam. Die Anzahl gleichzeitig aktiver Nutzer ist auf die gebuchte Platzzahl begrenzt.
(3) Gibt der Kunde einen Platz frei, endet der Zugang des betreffenden Nutzers über die Organisation. Das Nutzerkonto und dessen Inhalte bleiben bestehen; der Nutzer kann den Dienst anschließend privat fortführen oder seine Seite in den nicht-öffentlichen Zustand versetzen.
§ 4 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung im Dienst ausgewiesenen Preise je Platz und Abrechnungszeitraum. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet und nicht gesondert ausgewiesen.
(2) Die Abrechnung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe Ltd.). Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt. Bei AVGS- bzw. öffentlich geförderten Maßnahmen kann abweichend eine Abrechnung per Rechnung vereinbart werden.
(3) Kostenpflichten entstehen ausschließlich durch ausdrückliche Bestellung des Kunden über eine entsprechend gekennzeichnete Schaltfläche, niemals durch bloße Weiternutzung.
§ 5 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde verpflichtet sich,
- nur Personen einzuladen, zu denen ein entsprechendes Beschäftigungs-, Maßnahme- oder Betreuungsverhältnis besteht und die mit der Einladung einverstanden sind,
- die eingeladenen Nutzer vor der Einladung über die Verarbeitung ihrer Daten im Dienst in geeigneter Weise zu informieren und — soweit erforderlich — deren Einwilligung einzuholen,
- die Zugangsdaten des Verwaltungszugangs geheim zu halten und vor unbefugtem Zugriff zu schützen,
- den Dienst nicht missbräuchlich oder rechtswidrig zu nutzen.
(2) Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der Einladung der von ihm benannten Nutzer verantwortlich und stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Verletzung der Pflichten aus Absatz 1 beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.
§ 6 Datenschutz, Auftragsverarbeitung
(1) Hinsichtlich der personenbezogenen Daten der eingeladenen Nutzer, die im Rahmen der Nutzung des Dienstes verarbeitet werden, ist der Kunde Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsverarbeiter im Sinne der Art. 4 Nr. 7 und Nr. 8 DSGVO.
(2) Die Einzelheiten der Auftragsverarbeitung regelt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) nach Art. 28 DSGVO, der mit Abschluss dieses Vertrags als vereinbart gilt und Vorrang vor entgegenstehenden Regelungen dieser B2B-AGB hat. Für die Verarbeitung der Kontakt- und Vertragsdaten des Kunden selbst ist der Anbieter Verantwortlicher; es gilt insoweit die Datenschutzerklärung.
§ 7 Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine bestimmte Mindestverfügbarkeit. Wartungsarbeiten, Weiterentwicklungen sowie Umstände außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (z. B. Störungen bei Netz-, Hosting- oder Zahlungsdienstleistern, höhere Gewalt) können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.
§ 8 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht); in diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ist der Höhe nach zudem auf das vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlte Entgelt begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen, insbesondere für den ausbleibenden Bewerbungserfolg der Nutzer sowie für Datenverluste, soweit der Kunde oder die Nutzer zumutbare eigene Sicherungen unterlassen haben. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 9 Laufzeit, Kündigung
(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten zum Ende des jeweils laufenden Abrechnungszeitraums in Textform (z. B. per E-Mail an info@andi24.de) bzw. über die Kündigungsfunktion des Dienstes gekündigt werden. Bereits gezahlte Entgelte für den laufenden Zeitraum werden nicht anteilig erstattet.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Mit Wirksamwerden der Kündigung enden die Zugänge der über die Organisation eingeladenen Nutzer; die einzelnen Nutzerkonten und deren Inhalte bleiben nach Maßgabe des AVV bzw. der für die Nutzer geltenden Regelungen bestehen.
§ 10 Kein Widerrufsrecht
Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht nicht, da der Kunde den Vertrag nicht als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB schließt.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist — soweit gesetzlich zulässig — der Sitz des Anbieters (Rosenheim).
(3) Der Anbieter kann diese B2B-AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern; Änderungen werden dem Kunden mindestens vier Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen; hierauf wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs steht beiden Seiten das Kündigungsrecht nach § 9 zu.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.